Chronische Wunden in der häuslichen Pflege
Ein schlecht heilendes "offenes Bein" (Ulcus cruris), ein diabetischer Fuß oder Druckgeschwüre bei bettlägerigen Patienten (Dekubitus) – chronische Wunden sind in der häuslichen Pflege eine immense Herausforderung. Sie heilen extrem langsam, schränken die Lebensqualität durch Schmerzen massiv ein und bergen ein hohes Risiko für lebensbedrohliche Infektionen (z. B. Sepsis).
Dieser Ratgeber zeigt pflegenden Angehörigen, worauf es bei der Begleitung der Wundversorgung ankommt und wie Sie maximale Hygiene im Pflegezimmer sicherstellen.
💡 Das Wichtigste in Kürze
- Fachpersonal: Der direkte Verbandswechsel einer chronischen Wunde gehört in die Hände von Experten (Wundmanager, ambulanter Pflegedienst via Krankenkassen-Rezept).
- Ihre Aufgabe: Als Angehöriger sorgen Sie für die Druckentlastung (Lagerung), die richtige Ernährung des Patienten und ein keimfreies Umfeld.
- Hygiene: Die größte Gefahr ist eine Infektion der Wunde durch Alltagskeime. Händedesinfektion und das Tragen von Handschuhen sind absolute Pflicht.
- Hilfsmittel: Sichern Sie sich über die Pflegekasse Ihre 42-Euro-CareBoxx mit Einweghandschuhen und Desinfektion für ein steriles Umfeld!
1. Warum heilen chronische Wunden so schlecht?
Eine Wunde gilt als chronisch, wenn sie trotz fachgerechter Behandlung nach 8 Wochen keine Tendenz zur Heilung zeigt. Die Ursache ist meist eine schlechte Durchblutung oder Mangelversorgung des Gewebes. Typische Auslöser sind:
- Dekubitus (Druckgeschwür): Entsteht bei bettlägerigen oder im Rollstuhl sitzenden Patienten an knöchernen Stellen (Steißbein, Ferse), wenn der ständige Druck die Blutzufuhr abschnürt. Das Gewebe stirbt ab.
- Diabetisches Fußsyndrom: Durch langanhaltend hohe Blutzuckerwerte werden Nerven und Blutgefäße im Fuß geschädigt. Kleine Verletzungen werden nicht gespürt und entzünden sich schnell.
- Ulcus cruris (Offenes Bein): Ein Geschwür am Unterschenkel, meist ausgelöst durch eine Venenschwäche (das Blut sackt in den Beinen ab) oder eine arterielle Durchblutungsstörung (Raucherbein).
2. Der Verbandswechsel: Das sollten Sie wissen
Das Behandeln chronischer Wunden ist Aufgabe der Behandlungspflege (HKP). Ihr Arzt verordnet einen Pflegedienst, der die Wunde säubert und spezielle Wundauflagen (z. B. Alginate, Schaumverbände, Silberauflagen) anlegt. Diese Kosten trägt die Krankenkasse.
Was Sie als Angehöriger beim Verbandswechsel tun können:
- Schaffen Sie Platz: Räumen Sie den Nachttisch ab, damit die Pflegekraft das Wundmaterial steril ablegen kann.
- Bieten Sie dem Patienten Schmerzmittel an: Der Arzt sollte bei schmerzhaften Wunden (v. a. bei arteriellen Geschwüren) ein Schmerzmittel verschreiben, das etwa 30 Minuten vor dem Verbandswechsel eingenommen wird.
3. Ihre wichtigsten Aufgaben in der Wundpflege
Auch wenn der Pflegedienst wickelt, liegt der Heilungserfolg zu 80 % in Ihren Händen im Alltag:
Dekubitus-Prophylaxe (Druckentlastung)
Eine Druckwunde heilt niemals, wenn weiterhin Druck darauf lastet!
- Lagewechsel: Ein bettlägeriger Patient muss konsequent umgelagert werden (alle 2 bis 3 Stunden), z.B. von der Rückenlage in die 30-Grad-Seitenlage. Nutzen Sie Lagerungskissen.
- Hilfsmittel nutzen: Der Arzt kann eine Anti-Dekubitus-Wechseldruckmatratze verschreiben, die den Druck automatisch verteilt.
- Hautbeobachtung: Kontrollieren Sie beim Waschen täglich gefährdete Stellen. Ein roter Fleck am Steiß, der beim Fingerdruck nicht weiß wird, ist bereits ein Dekubitus Grad 1!
Das Diabetische Bein schützen
- Kein Barfußlaufen: Der Patient sollte nie barfuß oder auf Strümpfen laufen. Die Schuhe müssen vor dem Anziehen immer (mit der Hand) auf kleine Steinchen abgetastet werden.
- Fußpflege: Schneiden Sie Diabetikern niemals selbst die Nägel oder die Hornhaut! Das ist Aufgabe von medizinischen Podologen.
Ernährung für die Wundheilung
Der Körper leistet bei der Wundheilung Schwerstarbeit. Geben Sie ihm Baustoffe! Der Patient benötigt jetzt viel Eiweiß (Quark, Eier, Fleisch), Vitamin C, Zink und vor allem extrem viel Flüssigkeit.
4. Keime stoppen: Die CareBoxx für Ihr Zuhause
Das Immunsystem des Patienten ist durch die Wunde stark beansprucht. Wenn Sie den Patienten waschen, den Toilettengang begleiten oder das Bettlaken wechseln, dürfen auf keinen Fall Darmbakterien oder normale Haushaltskeime in die Wunde gelangen.
Nutzen Sie Ihren gesetzlichen Anspruch auf die 42-Euro-Pflegehilfsmittelpauschale (PG 54), um Ihr Pflegezimmer rein zu halten.
Mit der kostenlosen CareBoxx erhalten Sie jeden Monat:
- Einweghandschuhe (Nitril): Für die Grundpflege und den Umgang mit kontaminierter Wäsche.
- Händedesinfektion: Immer vor und nach dem Kontakt mit dem Patienten anwenden!
- Flächendesinfektion: Zum Abwischen des Nachttischs, auf dem Wundmaterialien abgelegt werden.
- Bettschutzeinlagen: Um die Matratze vor Wundsekret (Exsudat) oder Salben zu schützen.
→ Maximale Hygiene für die Wundheilung: Bestellen Sie jetzt die kostenfreie CareBoxx




