Der Hausnotruf: Sicherheit auf Knopfdruck für Zuhause
Besonders im Alter oder bei schwereren Erkrankungen wächst die Angst vor Stürzen oder Notfällen in den eigenen vier Wänden. Ein Hausnotrufsystem (Produktgruppe 52) bietet hier enorme Sicherheit sowohl für den Pflegebedürftigen selbst als auch für die beruhigten Angehörigen.
Da ein Hausnotruf die Selbstständigkeit erhält und oft den Umzug in ein Pflegeheim verzögert, wird er als technisches Pflegehilfsmittel von der Pflegekasse gefördert. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie die Kostenübernahme funktioniert und wer Anspruch darauf hat.
Das Wichtigste in Kürze
- Das System: Ein Hausnotruf besteht aus einer Basisstation und einem Funksender (Armband oder Halsband), mit dem im Notfall sofort Hilfe per Knopfdruck gerufen werden kann.
- Kostenübernahme: Die Pflegekasse übernimmt eine einmalige Anschlusspauschale (10,49 €) und eine monatliche Betriebspauschale von 25,50 €.
- Voraussetzung: Es muss mindestens Pflegegrad 1 vorliegen und der Pflegebedürftige muss phasenweise alleine leben.
- Tipp: Ihren parallelen Anspruch auf kostenfreie Pflegehilfsmittel (z.B. Desinfektion, Bettschutzeinlagen) können Sie jederzeit zusätzlich bei CareBoxx abrufen!
Wie funktioniert ein Hausnotruf?
Das System ist denkbar einfach konzipiert, um auch in Paniksituationen fehlerfrei bedient werden zu können:
- Der Sender: Die pflegebedürftige Person trägt einen wasserdichten Sender am Handgelenk (wie eine Uhr) oder als Halskette.
- Der Notfall: Kommt es zu einem Sturz, einem Schwächeanfall oder einem anderen medizinischen Notfall, genügt ein Knopfdruck.
- Der Kontakt: Die Basisstation stellt über einen Lautsprecher sofort eine Sprachverbindung zu einer 24-Stunden-Notrufzentrale her (z. B. Johanniter, Malteser, DRK oder private Anbieter).
- Die Hilfe: Die Zentrale klärt die Situation ab und informiert je nach Notfall sofort die Angehörigen, einen Pflegedienst oder direkt den Rettungsdienst.
Voraussetzung: Wann zahlt die Pflegekasse?
Der Hausnotruf gehört nicht zu den Leistungen der Krankenkasse, sondern der Pflegekasse. Um die Kosten erstattet zu bekommen, müssen folgende gesetzliche Bedingungen erfüllt sein:
- Pflegegrad: Es muss mindestens Pflegegrad 1 vorhanden sein.
- Alleine leben: Der Pflegebedürftige lebt allein oder ist weite Teile des Tages allein (z. B. weil der Lebenspartner arbeitet oder selbst pflegebedürftig ist).
- Notfall-Situation: Es muss damit gerechnet werden, dass die Person aufgrund ihres Zustandes in eine Notsituation geraten kann, in der sie ein normales Telefon nicht mehr bedienen kann (z.B. Sturzgefahr, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie).
Wie hoch ist die Kostenübernahme?
Wird der Antrag genehmigt, leistet die Pflegekasse folgende Zahlungen (die direkt an den Anbieter des Notrufsystems fließen):
- Anschlussgebühr: Einmalig 10,49 Euro für den Aufbau und die Einweisung in das Gerät.
- Betriebskosten: Monatlich 25,50 Euro für die Miete der Geräte und die Anbindung an die Notrufzentrale.
Gibt es Eigenanteile? Wenn Sie sich für den "Basis-Tarif" eines Notrufanbieters entscheiden, deckt die Pauschale der Pflegekasse (25,50 €) diese Kosten zu 100 % ab. Sie zahlen nichts dazu. Buchen Sie jedoch "Komfort-Pakete" (z. B. Schlüsselhinterlegung beim Pflegedienst, tägliche "Mir geht es gut"-Anrufe oder GPS-Ortung für draußen), müssen Sie die Differenz aus eigener Tasche zahlen.
So beantragen Sie den Hausnotruf
- Anbieter auswählen: Informieren Sie sich über lokale Hausnotruf-Anbieter (Wohlfahrtsverbände oder private Dienstleister).
- Antrag ausfüllen: Die meisten Anbieter bringen das Antragsformular für die Pflegekasse direkt mit und helfen Ihnen beim Ausfüllen.
- Alternativ (Tipp): Wurde bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) ein Hausnotruf direkt vom Gutachter im Protokoll empfohlen, gilt dies bereits als Antrag! Die Pflegekasse wird sich in diesem Fall von selbst bei Ihnen melden.
Sichern Sie sich zusätzlich Ihre kostenlose Pflegebox (42 €)
Haben Sie Pflegegrad 1 und den Hausnotruf bewilligt bekommen? Dann dürfen Sie einen weiteren gesetzlichen Anspruch nicht vergessen: Die 42-Euro-Pflegehilfsmittelpauschale!
Neben technischen Geräten wie dem Notruf stehen Ihnen monatlich bis zu 42 Euro für Hygieneprodukte (z.B. Händedesinfektion, Einweghandschuhe, Bettschutzeinlagen) zur Verfügung.
Anstatt Rechnungen zu sammeln, übernimmt CareBoxx die komplette Abwicklung für Sie:
- Sie wählen Ihre Wunschprodukte online aus.
- Wir schicken Ihnen das Paket jeden Monat versandkostenfrei nach Hause.
- Wir rechnen den vollen Betrag direkt mit der Pflegekasse ab.
Weniger Bürokratie, mehr Sicherheit: Beantragen Sie jetzt Ihre kostenlose Pflegebox




