Krankheitsbilder & Pflege
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Pflege bei psychischen Erkrankungen

Umfassende und verlässliche Informationen für den Pflegealltag.

Pflege bei psychischen Erkrankungen: Tipps und Unterstützung


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Einleitung

Pflege bei psychischen Erkrankungen: Tipps und Unterstützung Kostenfreien Hausnotruf beantragen ### Das Wichtigste in Kürze

Menschen mit psychischen Erkrankungen können einen Pflegegrad erhalten. Ein Pflegetagebuch und eingehende Gespräche können mehr über den Hilfsbedarf verraten. Bei der Pflege psychisch erkrankter Menschen geht es weniger um die klassische Pflege, sondern vielmehr um eine Alltagsbegleitung. Die Sicherstellung der regelmäßigen Einnahme verordneter Medikamente und die soziale Integration sind besonders wichtig. Unterstützung erhalten pflegende Angehörige durch Pflegekassenleistungen wie den Entlastungsbetrag, die Verhinderungspflege oder Pflegesachleistungen. Das Wichtigste in Kürze Was sind psychische Erkrankungen? Wie kann eine Pflege bei psychischen Erkrankungen aussehen? Welchen Pflegegrad bekommt man bei psychischen Erkrankungen? Was steht Menschen mit psychischen Erkr...


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Was sind psychische Erkrankungen?

Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen gibt es im Vergleich zu seelisch gesunden Menschen eine deutliche Abweichung in Bezug auf das Erleben oder Verhalten. Die psychischen Störungen wirken sich nachhaltig auf das Denken, Handeln und Fühlen Betroffener aus. Psychische Erkrankungen sind nicht selten: Beinahe jeder dritte Mensch besitzt im Laufe seines Lebens eine psychische Erkrankung, die eine Behandlung erfordert. Zu den psychischen Erkrankungen zählen unter anderem neben Ängsten und Zwängen, Belastungsstörungen, Abhängigkeitserkrankungen, Depressionen , Essstörungen und Psychosen sowie Schizophrenie. Die Ursachen für die Krankheitsbilder sind vielfältig, nicht selten sind sie jedoch an tiefgreifende Diagnosen gebunden. Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) , Krebs oder Parkin...

Wann ist eine Pflege bei psychischen Erkrankungen sinnvoll?

Eine Pflege ist immer dann sinnvoll, wenn ein Unterstützungsbedarf besteht. Bei psychischen Erkrankungen kann sich dieser durch ganz unterschiedliche Auffälligkeiten bemerkbar machen. Vielleicht stellen Sie fest, dass Ihr Familienmitglied mental nicht mehr dazu in der Lage ist, den Alltag zu bewältigen. Das Aufstehen, die Nahrungszubereitung und die Haushaltsführung erscheinen dem Betroffenen ein unüberwindbares Hindernis zu sein. Auch die Körperpflege kann im Zuge der Erkrankung auf der Strecke bleiben. Die Beschwerden, die mit der Erkrankung im Zusammenhang stehen, wirken sich meist maßgeblich auf das soziale Gefüge aus. Womöglich beobachten Sie, dass Ihr Angehöriger keine sozialen Kontakte mehr pflegt und selbst lieb gewonnene Hobbys vernachlässigt. Wichtige Termine bei Ärzten oder Ämte...

Intensive Gespräche und ein Pflegetagebuch decken Hilfsbedarf auf

Für viele Menschen sind psychische Erkrankungen immer noch mit einer gewissen Scham behaftet. Betroffene haben oft das Gefühl, dass sie nicht so funktionieren, wie die Gesellschaft es von ihnen verlangt. Den inneren Druck, den sie dadurch verspüren, zwingt sie häufig zum Rückzug anstatt die Beschwerden offen zu thematisieren. Genau aus diesem Grund sind eingehende Gespräche entscheidend. Falls Ihr Angehöriger nicht von sich aus seinen Hilfsbedarf anspricht, übernehmen Sie dies am besten. Beweisen Sie dabei Fingerspitzengefühl und machen Sie deutlich, dass Sie Ihren Angehörigen nicht verurteilen, sondern nur eine Stütze sein möchten. Intensive Gespräche spenden Erkrankten Trost und Rückhalt, einen Termin bei einem Psychotherapeuten oder Psychologen ersetzen sie natürlich nicht. Vielmehr geh...

Wie kann eine Pflege bei psychischen Erkrankungen aussehen?

Jemand, der sich ein Bein bricht, benötigt Hilfe beim Treppensteigen, eine Person mit Rheuma Unterstützung beim Ankleiden – doch wie gestaltet sich eine Pflege bei Menschen mit psychischen Erkrankungen? Entscheidend sind hier ein individueller Ansatz und viel Flexibilität. Schließlich können Beschwerden tagesformabhängig variieren. Eine klassische Pflege in Form von Mobilisierungsmaßnahmen , Unterstützung beim Anziehen oder Hilfe beim Zähneputzen, benötigen Erkrankte in der Regel nicht. Die Pflege konzentriert sich also weniger auf die Grundpflege , sondern mehr auf eine sinnvolle Alltagsbegleitung. Bestehen gleichzeitig Erkrankungen, die körperliche Beeinträchtigungen auslösen, ist ein umfassender Ansatz, der die klassische Pflege und Begleitung mit einschließt, nötig. Pflege bei psychisc...

Pflege-Schwerpunkte: Medikamenteneinnahme und soziale Integration

Bei psychisch Kranken ist es besonders wichtig, die regelmäßige Medikamenteneinnahme sicherzustellen. Die ärztlich verordneten Arzneimittel helfen dabei, Beschwerden in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität zu steigern. Werden sie abrupt abgesetzt, können Betroffene unter Umständen in ein Loch fallen, erneut Aggressionen zeigen oder den Antrieb verlieren. Unterstützen Sie Ihren Angehörigen dabei, die Medikamente wie verordnet einzunehmen. Dabei können Pflegehilfsmittel zur Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen helfen. Dazu zählen beispielsweise Medikamentenspender, die zu den technischen Pflegehilfsmitteln gehören und von der Pflegekasse übernommen werden. Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt in der häuslichen Pfl...

Können Menschen mit einer psychischen Erkrankung zu Hause gepflegt werden?

Grundsätzlich können Menschen mit psychischen Erkrankungen eine häusliche Pflege empfangen. Ob das Versorgungskonzept für alle Beteiligten funktioniert, hängt aber stark von der Ausprägung der Beschwerden und dem Leistungsvermögen der pflegenden Angehörigen ab. Die Pflege eines psychisch kranken Menschen kann mitunter sehr zeitaufwendig sein. Das gilt vor allem dann, wenn eine Suizidgefahr im Raum steht. Um eine bedarfsgerechte Pflege Ihres Angehörigen sicherzustellen und um eine Überlastung Ihrerseits auszuschließen, ist es wichtig, regelmäßig den aktuellen Gesundheitszustand zu beleuchten. Sprechen Sie mit behandelnden Ärzten, eingebundenen Pflegekräften und Ihrem Familienmitglied. Schauen Sie auch auf Ihre eigenen Bedürfnisse: Haben Sie das Gefühl, den Pflegealltag bewältigen zu können?...

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Welchen Pflegegrad bekommt man bei psychischen Erkrankungen?

Ein Pflegegrad ermöglicht Ihrem Angehörigen den Bezug von Pflegekassenleistungen wie Pflegegeld oder Pflegesachleistungen. Einen Pflegegrad erhalten Personen, die über voraussichtlich sechs Monate hinweg oder länger auf die Unterstützung Außenstehender angewiesen sind. Zudem muss eine nachweisbare Einschränkung der Selbstständigkeit bestehen. Hier spielt es keine Rolle, ob die Beeinträchtigungen durch eine körperliche, kognitive oder psychische Erkrankung entstehen, entscheidend ist der Hilfsbedarf. Welcher Pflegegrad bei Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen besteht, stellt die Pflegekasse mit einer Pflegebegutachtung fest. Generell gilt: Je höher der Unterstützungsbedarf, desto höher der Pflegegrad, wie folgende Tabelle zeigt. Pflegegrad Beeinträchtigung bei ALS 1 Geringe Bee...

Was steht Menschen mit psychischen Erkrankungen für die Pflege zu?

Die Pflegekasse stellt Pflegebedürftigen eine Vielzahl an Unterstützungsangeboten und Leistungen zur Verfügung – diese sorgen für Entlastung und eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Bitte beachten Sie, dass Ihr Angehöriger nur auf Leistungen zurückgreifen kann, die ihm mit seinem Pflegegrad zustehen. Auch bei psychischen Erkrankungen ist es empfehlenswert, regelmäßig zu überprüfen, ob der Pflegeaufwand zugenommen hat. Ist das der Fall, sollten Sie einen Höherstufungsantrag in Erwägung ziehen. Folgende Pflegekassenleistungen können bei psychischen Erkrankungen sinnvoll sein: Pflegegeld (ab Pflegegrad 2) Pflegesachleistungen (ab Pflegegrad 2) Verhinderungspflege ab (Pflegegrad 2) Kurzzeitpflege ab (Pflegegrad 2) Entlastungsbetrag ab (Pflegegrad 1) Die sogenannten wohnumfeldverbes...

Eine psychische Erkrankung kann eine Schwerbehinderung darstellen

Psychische Erkrankungen haben nicht selten gravierende Auswirkungen auf den Alltag. Deshalb können sie durchaus eine Behinderung darstellen und als Schwerbehinderung gelten. Ob das bei Ihrem Angehörigen der Fall ist, erfahren Sie bei dem zuständigen Versorgungsamt. Hier kann Ihr Angehöriger einen Schwerbehindertenausweis beantragen – Grundlage dafür bildet in der Regel ein psychiatrisches Gutachten. Psychische Erkrankung Möglicher Grad der Behinderung Leichte psychische Störung, zum Beispiel ausgelöst durch eine leichte Depression oder eine soziale Anpassungsstörung 0-20 Mittlere psychische Störung, hervorgerufen durch phobische Störungen oder affektive Psychosen (bis zu zwei Phasen im Jahr) 30-40 Starke psychische Störung, unter anderem ausgelöst durch ausgeprägte Zwangsstörungen 50-100 T...

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FAQ Section

Q: Welcher Pflegegrad bei psychischen Erkrankungen? A: Es gibt keinen festgelegten Pflegegrad bei psychischen Erkrankungen, hier ist die Einschränkung der Selbstständigkeit entscheidend. Betroffene, die auf andere Personen angewiesen sind, können beispielsweise Pflegegrad 2 oder Pflegegrad 3 erhalten.

Q: Kann man bei Schizophrenie Pflegegeld beantragen? A: Bei psychischen Erkrankungen wie einer Schizophrenie können Betroffene einen Pflegegrad beantragen. Ab Pflegegrad 2 besteht ein Anspruch auf ein monatliches Pflegegeld.

Q: Welche Unterstützung erhalte ich bei der Pflege von psychisch Kranken? A: Je nach vorliegendem Pflegegrad können unter anderem ein ambulanter Pflegedienst oder die Tages -oder Nachtpflege unterstützen.

Q: Was ist bei der Pflege von Menschen mit Aggressionen wichtig? A: Zeigen zu pflegende Personen ein aggressives Verhalten, sind der Selbstschutz und deeskalierende Maßnahmen wichtig. Aussagen wie: „Beruhige dich mal“ sind weniger zielführend, stattdessen bieten sich Verständnis und Empathie an.

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Andrea Russello - Gründer CareBoxx

Fachlich geprüft von Andrea Russello

Pflege-Experte & Gründer

Dieser Artikel wurde nach höchsten redaktionellen Standards verfasst und von unserem Pflege-Experten Andrea Russello inhaltlich sowie nach aktuellen Richtlinien (SGB XI) geprüft. CareBoxx garantiert unabhängige, verlässliche und praxisnahe Informationen für Pflegebedürftige und Angehörige.

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